Silver Jubilee

25-Jahr-Feier der Klosterschule des Klosters Choede Gompa

V.l.n.r.: Rinchen Paljor Rinpoche (Redner), Chime Rinzin (Schulleiter der Klosterschule), Khenpo Kunga Tenzin (Abt von Choede Gompa), Iris Lehmann und Sonngard Trindler (hinter Khenpo la), H.E. Shabdrung Ngawang Palbar, Thartse Khen Rinpoche, Gyalpo (König) Jigme Singhe Palbar Bista und lokale Würdenträger | Foto: Karl-Heinz Wittmann

Vor 25 Jahren, 1994, wurde die Klosterschule Shree Mahakaruna Sakyapa Vidhyalaya des Klosters Choede Gompa in Lo-Manthang gegründet. Zwar gab es da bereits seit 30 Jahren eine staatliche Schule in Lo-Manthang, dies aber war die erste Klosterschule überhaupt in ganz Upper Mustang.

Nun wurde am 9. Juni dieses „Silver Jubilee“ mit einem großen Festakt auf dem Platz vor dem Königspalast begangen. Ehrengäste waren unter anderem der Gyalpo (König) von Lo Tsho Dhun, der 77. Ngor Thartse Khen Rinpoche, Rinchen Paljor Rinpoche und Shabdrung Ngawang Palbar, der Sohn des Königs. Neben Gebeten und Reden gab es Darbietungen von den Klosterschülern, und die besten von ihnen aus den einzelnen Klassen wurden mit Preisen und khatags ausgezeichnet.


Thartse Khen Rinpoche überreicht die Dankesurkunde | Foto: Jose Garcia

Khenpo Kunga Tenzin, der Abt des Klosters, dankte ganz besonders den vier Hauptunterstützern des Klosters und der Klosterschule: der American Himalayan Foundation/USA, der indischen Botschaft in Kathmandu, dem Schulverein Lo-Manthang/Schweiz – und dem Freundeskreis Lo-Manthang, der seit nunmehr 12 Jahren mit dazuzählt. Für den Freundeskreis Lo-Manthang erhielt ich aus den Händen von Thartse Khen Rinpoche zum Dank ein „Certificate of Appreciation“ und von Khenpo la einen besonders langen khatag.

Foto: Karl-Heinz Wittmann

Dafür hielten Sonngard Trindler vom Schulverein Lo-Manthang und ich, die beiden einzigen anwesenden Vertreter der Unterstützerorganisationen, jeweils eine „greeting speech“.

In meiner Rede betonte ich, dass die beiden Hauptziele unseres Vereins Freundeskreis Lo-Manthang die Bildung und die Bewahrung des kulturellen Erbes von Lo Tsho Dhun sind (education and
preservation) und dass diese beiden Aufgaben heute bald noch wichtiger geworden seien als bei der Gründung des Vereins vor 16 Jahren. Ob diese Botschaft bei allen Zuhörern ankam?

Zumindest bei einem muss sie gewirkt haben: Als ich nach dem Festakt eine liegen gebliebene Mappe mit dem Programm, auf Tibetisch verfasst, auflas, entdeckte ich diese Notiz auf dem Blatt:
„education and preserve unique cultural“, siehe Foto. Am Ende der Rede übergab ich, gemäß der Tradition in einen khatag gehüllt, einen Geldbetrag an den Abt als Geschenk des Freundeskreises zum Jubiläum.

Zur Jubiläumsfeier gehörte auch ein ganz besonderer Auftritt am Abend: Auf Einladung des Klosters gab die bekannte nepalesische Band KUTUMBA ein furioses, mitreißendes Open-Air-Konzert auf dem Platz vor dem Königspalast! Dafür nahmen die Musiker kein Honorar – und dafür versammelte sich wohl ganz Lo-Manthang und Umgebung vor der Bühne und auf den umliegenden Dächern, um dieses einmalige Ereignis mitzuerleben.

Kutumba, deren Mitglieder alle Newari aus dem Kathmandu-Tal sind, zu ihrem Beweggrund:

Kutumba @KutumbaOfficial 2. Juni
It our privilege to be a part in rebuilding Lomanthang Monastery built in 15 century, severely damaged by 2015 earthquake.On the way to Lomanthang we will be stopping to perform at
#TheTreasureLounge & get to spread the message & help rebuild the historic 15 Century Monastery.

(https://twitter.com/kutumbaofficial)

Kutumba hat einen Bericht mit vielen tollen Fotos von ihrer Tour nach Lo-Manthang und ihrem Konzert dort auf Facebook veröffentlicht: https://www.facebook.com/pg/KutumbaNepal/photos/?tab=album&album_id=10156799918051997&ref=page_internal

Den Dank des Klosters möchte ich hiermit auch an Sie/Euch alle weitergeben, die Unterstützer unseres Vereins! Denn nur mit Ihren/Euren Spenden, insbesondere nach dem starken Erdbeben 2015 und bei den beiden Sandmandalas, die der Abt und der Schulleiter im letzten Jahr gestreut haben, ist unsere Hilfe vor Ort erst möglich.

DANKE!

Hildesheim, 10.07.2019

Iris Lehmann

Fotos, wenn nicht anders vermerkt: Iris Lehmann

Bericht als PDF zum Download